Digitale Rechnungsfreigabe Prozess: So klappt die Umstellung

Jan Siebert
von Jan Siebert
01. April 2025
0 mal geteilt
Redaktioneller Hinweis: Hier findest du das Autorenprofil von Jan Siebert. Als Autor hat sich Jan Siebert umfassend mit dem Thema auseinandergesetzt und teilt hier Erfahrungen und seine/ihre persönliche Expertenmeinung.
Digitale Rechnungsfreigabe Prozess: So klappt die Umstellung

Wenn Rechnungen lange unbezahlt bleiben, liegt das Problem meist bei der Rechnungsfreigabe.

Viele Unternehmen arbeiten hier noch analog - und lassen so wertvolles Optimierungspotential "auf der Straße" liegen.

Die Lösung: Die digitale Rechnungsfreigabe.

Inhaltsverzeichnis:

Was ist die Rechnungsfreigabe?

Die Rechnungsfreigabe ist ein zentraler Prozess im Rechnungswesen, bei dem geprüft wird, ob eine Rechnung korrekt und berechtigt ist, bevor sie endgültig genehmigt oder bezahlt wird.

Sie stellt sicher, dass nur gültige, rechtlich einwandfreie und mit den entsprechenden Vereinbarungen übereinstimmende Rechnungen verarbeitet werden.

Die Freigabe ist sowohl für eingehende als auch ausgehende Rechnungen relevant.

Eingehende Rechnungen

Definition: Eingehende Rechnungen sind Forderungen, die von Lieferanten oder Dienstleistern an ein Unternehmen gestellt werden.

Freigabeprozess

  • Formale Prüfung:
    • Stimmen die rechtlichen Angaben auf der Rechnung? (z. B. Steuernummer, Rechnungsdatum)
    • Sind Rechnungsbetrag und Mehrwertsteuer korrekt berechnet?
  • Inhaltliche Prüfung:
    • Entspricht die Rechnung den vereinbarten Konditionen, z. B. Preise und Lieferzeiten?
    • Wurde die bestellte Ware oder Leistung tatsächlich vollständig und einwandfrei geliefert?
  • Genehmigung durch Verantwortliche:
    • Abteilungen wie Einkauf, Projektleitung oder Buchhaltung prüfen und geben die Rechnung frei.
    • Erst nach Freigabe erfolgt die Zahlung.

Ziel: Die Freigabe eingehender Rechnungen schützt ein Unternehmen vor fehlerhaften oder unberechtigten Zahlungen und stellt sicher, dass vertragliche Verpflichtungen korrekt erfüllt wurden.

💡​ Tipp: Hier kann eine Software für Ausgabenmanagement helfen.

Ausgehende Rechnungen

Definition: Ausgehende Rechnungen sind Rechnungen, die ein Unternehmen an seine Kunden stellt, um für gelieferte Waren oder erbrachte Dienstleistungen bezahlt zu werden.

Freigabeprozess

  • Interne Prüfung:
    • Wurden alle vertraglichen Leistungen erbracht?
    • Stimmen die angegebenen Preise mit dem Angebot oder Vertrag überein?
  • Kontrolle der Angaben:
    • Sind alle notwendigen Pflichtangaben enthalten (z. B. Steuerinformationen)?
    • Wurden eventuelle Rabatte oder Abzüge korrekt berücksichtigt?
  • Freigabe durch Abteilung oder System:
    • Häufig übernehmen ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) die Rechnungsprüfung automatisiert.
    • Nach Freigabe wird die Rechnung an den Kunden versandt.

Ziel: Die Freigabe ausgehender Rechnungen stellt sicher, dass der Kunde eine fehlerfreie und nachvollziehbare Rechnung erhält. So können Zahlungsprozesse beschleunigt und spätere Korrekturen vermieden werden.

Wer darf Rechnungen freigeben?

Die Berechtigung zur Freigabe von Rechnungen hängt von den internen Regelungen eines Unternehmens ab.

Dabei spielen die Hierarchie, die Funktion der Mitarbeiter und der Wert der Rechnung eine zentrale Rolle.

Im Allgemeinen gilt: Nur autorisierte Personen dürfen Rechnungen freigeben, um die finanzielle Sicherheit und rechtliche Konformität des Unternehmens zu gewährleisten.

Fachabteilungen

Mitarbeiter oder Führungskräfte der Abteilungen, die für den jeweiligen Einkauf oder die beauftragte Leistung verantwortlich sind, prüfen die Rechnung zunächst inhaltlich.

Beispiel: Der Projektleiter bestätigt, dass eine Dienstleistung korrekt erbracht wurde.

Warum? Diese Personen haben die beste Kenntnis der vereinbarten Konditionen und können beurteilen, ob alles ordnungsgemäß erfüllt wurde.

Buchhaltung

Die Buchhaltungsabteilung ist in den meisten Fällen für die finale Prüfung und Freigabe von Rechnungen zuständig. Sie kontrolliert die formalen und steuerrechtlichen Anforderungen, z. B.:

  • Sind alle Pflichtangaben korrekt?
  • Entsprechen die Beträge den vereinbarten Zahlungsbedingungen?

Warum? Die Buchhaltung sorgt dafür, dass die Rechnung den rechtlichen Vorgaben entspricht und korrekt verbucht wird.

Geschäftsführung oder Management

Bei höheren Beträgen oder strategisch wichtigen Zahlungen liegt die Freigabe oft bei der Geschäftsführung oder dem Management.

Warum? Entscheidungen mit größerem finanziellen Risiko erfordern eine höhere Autorität.

Unternehmen legen oft Freigabestufen basierend auf den Rechnungsbeträgen fest:

  • Kleinbeträge: Können von Abteilungsleitern oder direkt betroffenen Mitarbeitern freigegeben werden.
  • Mittlere Beträge: Werden häufig von Bereichsleitern oder einer übergeordneten Instanz geprüft.
  • Höhere Beträge: Verlangen die Genehmigung durch das Management oder die Geschäftsführung.
Digitale Rechnungsfreigabe Was ist das

Warum ist die Rechnungsfreigabe so wichtig?

Die Rechnungsfreigabe ist ein unverzichtbarer Prozess in jedem Unternehmen, weil sie sowohl die finanzielle Stabilität als auch die rechtliche Konformität sicherstellt.

Ohne klare und strukturierte Freigabeverfahren könnten Fehler, finanzielle Verluste oder rechtliche Konsequenzen die Folge sein.

Fehler vermeiden

Fehlerhafte oder unberechtigte Rechnungen können erhebliche finanzielle Schäden verursachen.

  • Überzahlungen verhindern: Rechnungsbeträge, die höher als vereinbart sind, können ohne Prüfung unbemerkt bezahlt werden.
  • Doppelte Zahlungen vermeiden: Durch die Freigabe wird sichergestellt, dass jede Rechnung nur einmal bezahlt wird.
  • Auf Vollständigkeit prüfen: Es wird kontrolliert, ob alle notwendigen Angaben wie Steuernummern, Rechnungsdatum und Lieferdetails korrekt sind.

Gesetzliche Vorschriften einhalten

Unternehmen unterliegen strengen gesetzlichen Vorgaben, insbesondere im Bereich Steuerrecht und Buchhaltung.

  • Rechtskonformität sicherstellen: Nur Rechnungen, die alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen, dürfen verarbeitet werden.
  • Strafen vermeiden: Fehlerhafte oder unvollständige Rechnungen können bei Prüfungen durch Steuerbehörden zu Bußgeldern führen.

Schutz vor Betrug

Die Rechnungsfreigabe dient als Schutzmechanismus gegen Betrug - beispielsweise durch gefälschte Rechnungen oder unberechtigte Forderungen.

  • Verdächtige Rechnungen identifizieren: Ungewöhnliche Forderungen oder Absender werden durch die Freigabeprozesse erkannt.
  • Schutz vor Insider-Betrug: Klare Freigaberegelungen verhindern, dass unberechtigte Zahlungen von internen Mitarbeitern genehmigt werden können.

Budgetkontrolle

Die Rechnungsfreigabe hilft, die finanzielle Kontrolle im Unternehmen zu wahren.

  • Abgleich mit dem Budget: Nur Rechnungen, die mit den geplanten Ausgaben übereinstimmen, werden genehmigt.
  • Überziehung vermeiden: Ungeplante oder unnötige Ausgaben können durch die Freigabe blockiert werden.

Interne Transparenz

Durch die Rechnungsfreigabe wird sichergestellt, dass alle relevanten Parteien in die Prüfung eingebunden sind.

  • Klare Zuständigkeiten: Es wird dokumentiert, wer welche Rechnung geprüft und freigegeben hat.
  • Nachvollziehbarkeit: Im Falle von Unstimmigkeiten kann genau zurückverfolgt werden, wann und von wem eine Rechnung genehmigt wurde.

Zahlungsfristen einhalten

Die Rechnungsfreigabe hilft, Rechnungen rechtzeitig zu prüfen und Zahlungen pünktlich auszuführen.

  • Mahngebühren vermeiden: Durch rechtzeitige Freigabe werden verspätete Zahlungen und zusätzliche Kosten vermieden.
  • Skonti erhalten: Schnell freigegebene Rechnungen ermöglichen es, Rabatte für frühzeitige Zahlungen zu nutzen.
Digitale Rechnungsfreigabe Warum ist das wichtig

Wie läuft die Rechnungsfreigabe ab?

Je nach Größe und Organisation eines Unternehmens kann der Ablauf variieren - in der Regel folgt die Rechnungsfreigabe aber einer klaren Abfolge von Schritten.

Rechnungseingang und Erfassung

Was passiert?

Zunächst wird die Rechnung im Unternehmen erfasst. Dies kann in Papierform oder digital erfolgen.

Digitale Systeme wie ERP- oder Buchhaltungssoftware helfen dabei, den Prozess der Rechnungsverarbeitung zu automatisieren.

Wichtige Schritte

  • Prüfung auf Vollständigkeit: Ist die Rechnung vollständig und korrekt adressiert?
  • Erfassung der Rechnung: Die Daten werden manuell oder automatisch in ein System übertragen.

Formale Prüfung

Was wird geprüft?

Die Rechnung wird auf rechtliche und formale Korrektheit überprüft.

Prüfungsaspekte

  • Sind alle Pflichtangaben wie Steuernummer, Rechnungsdatum und Rechnungsnummer enthalten?
  • Stimmen die Mehrwertsteuerbeträge und andere Angaben mit den gesetzlichen Vorgaben überein?
  • Liegt ein passender Auftrag oder Vertrag vor?

Inhaltliche Prüfung

Worum geht es?

Im nächsten Schritt wird geprüft, ob die Rechnung den vereinbarten Konditionen entspricht. Dieser Teil der Freigabe wird oft von der zuständigen Fachabteilung durchgeführt.

Prüfungsaspekte

  • Wurden die bestellten Waren oder Dienstleistungen in der vereinbarten Qualität und Menge geliefert?
  • Stimmen die Preise und Rabatte mit den vorher getroffenen Vereinbarungen überein?
  • Gibt es Unstimmigkeiten oder Klärungsbedarf?

Genehmigung durch Verantwortliche

Wer genehmigt?

Je nach Rechnungsbetrag und Bedeutung des Vorgangs gibt es unterschiedliche Verantwortliche:

  • Kleinbeträge: Abteilungsleiter oder Projektverantwortliche.
  • Höhere Beträge: Bereichsleiter oder die Geschäftsführung.

Was passiert danach?

Die Genehmigung wird in der Regel dokumentiert, entweder schriftlich oder elektronisch, z. B. durch eine digitale Signatur im System.

Weiterleitung zur Buchhaltung

Was macht die Buchhaltung?

Nachdem die Rechnung inhaltlich geprüft und genehmigt wurde, übernimmt die Buchhaltung die weitere Verarbeitung.

Aufgaben der Buchhaltung

  • Finaler Abgleich mit dem Auftrag oder Vertrag.
  • Vorbereitung der Zahlung unter Berücksichtigung von Zahlungsfristen und möglichen Skonti.

Freigabe zur Zahlung

Wann wird bezahlt?

Erst nach der finalen Prüfung durch die Buchhaltung wird die Zahlung freigegeben. Dabei erfolgt oft eine automatisierte Übertragung der Zahlungsdaten an die Bank.

Die Herausforderungen der analogen Freigabeprozesse

Hoher Zeitaufwand

Die analoge Rechnungsfreigabe ist mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden. Jede Rechnung muss manuell geprüft und häufig physisch von einer Abteilung zur nächsten weitergeleitet werden.

Das ist besonders dann langwierig, wenn verschiedene Standorte oder Abteilungen involviert sind.

Die manuelle Überprüfung von Details wie Rechnungsnummern, Beträgen und Vertragskonditionen erfordert außerdem viel Aufmerksamkeit und Sorgfalt - und nimmt so noch mehr Zeit in Anspruch.

Dieser hohe Zeitaufwand führt dazu, dass Durchlaufzeiten sich verlängern und Zahlungsfristen nicht eingehalten werden können.

Hohe Fehleranfälligkeit

Ein weiteres Problem der analogen Freigabe ist die hohe Fehleranfälligkeit.

Bei der manuellen Dateneingabe sind Zahlendreher, falsche Übertragungen oder fehlende Angaben schnell passiert.

Besonders kritisch wird das, wenn diese Fehler erst viel später bemerkt werden und die Rechnung bereits weitergeleitet oder gar bezahlt wurde.

In der oftmals entstandenen Zettelwirtschaft gehen nicht selten auch Rechnungen verloren oder werden erst viel zu spät beglichen.

Diese Fehler führen nicht nur zu finanziellen Risiken, sondern erhöhen auch den Aufwand für Nachkorrekturen.

Langwierige Prozesse

Die analoge Rechnungsfreigabe ist aufgrund ihrer Abläufe häufig sehr langwierig.

Jede Rechnung muss von einer verantwortlichen Person zur nächsten weitergereicht werden - was nicht selten mehrere Tage in Anspruch nimmt.

Bei Unklarheiten verlängert sich der Prozess dann noch zusätzlich.

Schlimmstenfalls führt diese “Trägheit” dann zu unzufriedenen Lieferanten oder Kunden - und verursacht langfristig Mehrkosten.

Örtliche Gebundenheit

Weil die analoge Rechnungsfreigabe an einen Ort gebunden ist, schränkt sie Unternehmen extrem ein - vor allem in Zeiten von Remote Work und Homeoffice.

Werden Rechnungen per Post von einem Standort zum nächsten geschickt, nimmt das nicht nur viel Zeit in Anspruch - es entstehen auch weitere Kosten.

Digitale Rechnungsfreigabe Herausforderungen

Die Rechnungsfreigabe-Software

Eine Software für Rechnungsfreigabe ist eine digitale Lösung, die Unternehmen dabei unterstützt, den Freigabeprozess von Rechnungen zu automatisieren, zu vereinfachen und sicherer zu gestalten.

Sie dient als zentrales Tool, um Rechnungen elektronisch zu erfassen, zu prüfen, zu genehmigen und schließlich zur Zahlung freizugeben.

Hauptfunktionen einer Rechnungsfreigabe-Software

1. Automatisierte Rechnungserfassung

Eine Rechnungsfreigabe-Software kann Rechnungen automatisch erkennen und erfassen, sei es in Form von PDF-Dateien, E-Mails oder gescannten Papierdokumenten.

Durch Technologien wie OCR (Optical Character Recognition) werden die relevanten Daten wie Rechnungsnummer, Betrag und Fälligkeit automatisch ausgelesen und ins System übertragen.

2. Workflow-basierte Prüfung und Freigabe

Die Software leitet jede Rechnung an die zuständigen Personen weiter, basierend auf vordefinierten Regeln wie Abteilungszugehörigkeit, Kostenstelle oder Rechnungsbetrag.

Der gesamte Freigabeprozess folgt einem strukturierten Workflow, der sicherstellt, dass keine Rechnung vergessen oder übersehen wird.

3. Transparente Nachverfolgung

Ein zentrales Merkmal solcher Lösungen ist die vollständige Transparenz.

Jede Aktion – sei es eine Prüfung, eine Freigabe oder eine Änderung – wird dokumentiert und ist für autorisierte Personen jederzeit nachvollziehbar.

4. Automatische Erinnerungen und Fristenmanagement

Die Software erinnert automatisch an bevorstehende Zahlungsfristen, damit Rechnungen rechtzeitig bearbeitet werden.

Dies hilft, Mahngebühren zu vermeiden und Skonti für frühzeitige Zahlungen zu nutzen.

5. Integration mit Buchhaltungs- und ERP-Systemen

Viele Rechnungsfreigabe-Tools lassen sich nahtlos in bestehende Buchhaltungs- und ERP-Systeme integrieren.

Dadurch können Daten automatisch übernommen und Zahlungen effizient vorbereitet werden.

So funktioniert der Workflow

1. Eingang der Rechnung per Mail

Der Prozess beginnt mit dem Eingang der Rechnung, beispielsweise als PDF-Anhang in einer E-Mail.

Die Software erkennt die eingehende Rechnung automatisch und erfasst sie im System.

Alternativ können auch andere Eingangskanäle genutzt werden, wie gescannte Papierdokumente oder Uploads über ein Portal.

Was passiert hier?

Die Rechnung wird ins System importiert und digital gespeichert.

Relevante Basisdaten wie Absender, Rechnungsdatum und Rechnungsbetrag werden erfasst.

2. Automatisierte Prüfung

Nach dem Eingang der Rechnung prüft die Software diese automatisch auf formale und inhaltliche Korrektheit. Dabei werden festgelegte Kriterien überprüft, wie z. B.:

  • Sind alle Pflichtangaben vorhanden (Rechnungsnummer, Steuernummer, Beträge etc.)?
  • Entsprechen die Angaben den vereinbarten Konditionen, z. B. Preis oder Menge?
  • Stimmen Lieferdatum und Leistungserbringung mit dem Auftrag überein?

3. Start der Vorkontierung

Im nächsten Schritt erfolgt die Vorkontierung der Rechnung.

Die Software ordnet die Rechnung automatisch einer Kostenstelle, einem Projekt oder einer Abteilung zu.

Das geschieht auf Basis vordefinierter Regeln, wie z. B. Rechnungsinhalt, Absender oder vorherige Buchungsmuster.

Warum ist das wichtig?

Die Vorkontierung spart Zeit, da der Buchhaltungsprozess vorbereitet wird.

Sie schafft Transparenz, indem die Rechnung direkt den richtigen Verantwortlichen oder Bereichen zugeordnet wird.

4. Übermittlung der Daten an den Mitarbeiter

Nach der automatischen Prüfung und Vorkontierung wird die Rechnung zur Freigabe an den zuständigen Mitarbeiter weitergeleitet.

Dieser erhält eine Benachrichtigung, z. B. per E-Mail oder innerhalb der Software, mit den relevanten Daten.

Was macht der Mitarbeiter?

  • Prüfen der Rechnung: Der Mitarbeiter kontrolliert die Angaben und vergleicht sie ggf. mit Bestellungen oder Verträgen.
  • Freigabe oder Rückmeldung: Bei Zustimmung gibt er die Rechnung frei. Falls Unstimmigkeiten vorliegen, meldet er das zurück.

5. Weiterleitung der Buchung

Nach der Freigabe wird die Rechnung automatisch an die Buchhaltungsabteilung weitergeleitet.

Sie überprüft die Vorkontierung, ergänzt eventuell weitere Angaben und bereitet die Buchung vor.

6. Verbuchen der Rechnung

Im letzten Schritt erfolgt die finale Buchung der Rechnung im Buchhaltungssystem.

Das kann entweder direkt in der Rechnungsfreigabesoftware oder in einem angebundenen ERP-System wie SAP oder DATEV erfolgen.

  • Die Rechnung ist vollständig verbucht und bereit zur Zahlung.
  • Alle relevanten Daten sind dokumentiert und können für Berichte oder Audits genutzt werden.

Die Vorteile der digitalen Rechnungsfreigabe

Effizienz steigern

Durch die Automatisierung vieler manueller Schritte reduziert die Software den Zeitaufwand erheblich.

Prozesse, die früher Tage dauerten, können innerhalb weniger Stunden abgeschlossen werden.

Fehler reduzieren

Die automatisierte Erfassung und Prüfung minimiert Eingabefehler und sorgt dafür, dass alle Pflichtangaben auf der Rechnung korrekt sind.

Flexibel bleiben

Mitarbeiter können Rechnungen unabhängig von ihrem Standort prüfen und freigeben.

Besonders in Zeiten von Remote Work und verteilten Teams ist das ein großer Vorteil.

Transparenz und Kontrolle

Da alle Schritte im Freigabeprozess digital dokumentiert werden, behalten Unternehmen jederzeit den Überblick.

Es bleibt nachvollziehbar, wer welche Rechnung geprüft oder freigegeben hat.

Kosten sparen

Durch das Vermeiden von Mahngebühren und die Nutzung von Skonti trägt die Software direkt zur Kostensenkung bei.

So stellst du auf digitale Rechnungsfreigaben um

Du möchtest jetzt auch auf die digitale Rechnungsfreigabe umsteigen - vielleicht sogar auf dem Weg zum papierlosen Büro?

Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung klappt das ganz bestimmt.

Analysiere deinen aktuellen Prozess

Bevor du mit der Umstellung beginnst, solltest du dir einen Überblick über deinen bisherigen Freigabeprozess verschaffen:

  • Wo gibt es Schwachstellen? Gibt es Verzögerungen oder häufige Fehler? Welche Schritte dauern besonders lange?
  • Welche Anforderungen hast du an die Software? Möchtest du automatisierte Prüfungen, transparente Rechnungsworkflows oder eine einfache Integration mit deinem Buchhaltungssystem?
  • Binde deine Kolleg*innen ein: Hole dir Feedback von allen, die in den Prozess involviert sind, wie z. B. aus der Buchhaltung, dem Einkauf oder der IT-Abteilung.

Wähle die richtige Software aus

Nachdem du deinen Bedarf analysiert hast, kannst du nach einer passenden Rechnungsfreigabe-Software suchen. Achte dabei auf folgende Punkte:

  • Funktionalität: Kann die Software alle notwendigen Aufgaben übernehmen, wie z. B. die automatische Prüfung und Vorkontierung von Eingangsrechnungen?
  • Benutzerfreundlichkeit: Ist die Software einfach zu bedienen und erfordert keine lange Einarbeitung?
  • Flexibilität: Lässt sie sich an deine spezifischen Arbeitsabläufe anpassen?
  • Support: Bietet der Anbieter Hilfe bei der Einrichtung und Schulungen für dein Team an?

Tipp: Teste die Software in einer kostenlosen Demo-Version, bevor du dich entscheidest.

Digitalisiere deine Prozesse

Parallel zur Auswahl der Software solltest du deinen Rechnungsprozess an die digitale Arbeitsweise anpassen:

  • Reduziere papierbasierte Abläufe: Stelle sicher, dass Rechnungen bevorzugt digital eingehen, z. B. per E-Mail oder über ein Upload-Portal. (Lese-Tipp: Posteingang digitalisieren)
  • Definiere neue Workflows: Überlege dir, wie Rechnungen künftig geprüft und freigegeben werden sollen, und lege klare Zuständigkeiten fest.
  • Sorge für Transparenz: Dokumentiere die neuen Abläufe, damit alle im Team Bescheid wissen.

Binde dein Team ein und schule es

Die Umstellung auf digitale Rechnungsfreigabe funktioniert nur, wenn dein Team mitzieht:

  • Kommuniziere die Vorteile: Erkläre, warum die Umstellung wichtig ist und wie sie den Arbeitsalltag erleichtert.
  • Biete Schulungen an: Zeige deinem Team, wie die Software funktioniert, und ermögliche praktische Übungen.
  • Hole Feedback ein: Frage deine Kolleg*innen nach ihrer Meinung und lass Verbesserungsvorschläge in den Prozess einfließen.

Starte mit einer Pilotphase

Führe die neue Software zunächst in einem kleinen Bereich oder für bestimmte Rechnungsarten ein:

  • Teste die Workflows: Prüfe, ob alles wie geplant funktioniert und die Abläufe reibungslos laufen.
  • Identifiziere Probleme: Nutze die Pilotphase, um mögliche Hürden oder technische Schwierigkeiten zu klären.
  • Passe den Prozess an: Optimiere die Abläufe basierend auf den Erfahrungen aus der Testphase.

Rolle die Software aus

Nach einer erfolgreichen Pilotphase kannst du die Software schrittweise in deinem gesamten Unternehmen einführen:

  • Beginne mit den wichtigsten Abteilungen: Zum Beispiel in der Buchhaltung oder im Einkauf, die direkt von der Umstellung profitieren.
  • Integriere andere Systeme: Verbinde die Software mit deinem Buchhaltungsprogramm oder ERP-System, damit die Daten automatisch übertragen werden.

Überwache und optimiere den Prozess

Auch nach der Einführung ist es wichtig, den neuen digitalen Workflow regelmäßig zu überprüfen:

  • Messe die Effizienz: Erhebe Kennzahlen wie die Bearbeitungszeit pro Rechnung oder die Fehlerrate, um Verbesserungen zu erkennen.
  • Hole regelmäßig Feedback ein: Frage dein Team, ob die Software den Arbeitsalltag erleichtert oder ob es noch Optimierungsbedarf gibt.
  • Halte die Software aktuell: Stelle sicher, dass regelmäßig Updates installiert werden, um neue Funktionen und Sicherheitsverbesserungen zu nutzen.

Noch mehr Tipps dazu findest du in unserem Artikel: Digitale Rechnungsverwaltung einführen und Stolperfallen umgehen.

Fazit: Mit digitalen Freigabeprozessen das Rechnungsmanagement optimieren

Mit einer gut geplanten Umstellung auf digitale Rechnungsfreigabe kannst du deinen Arbeitsalltag deutlich erleichtern.

Automatisierte Prozesse sparen dir Zeit, reduzieren Fehler und sorgen für mehr Transparenz.

Wenn du Schritt für Schritt vorgehst und dein Team einbindest, wird der Wechsel nicht nur reibungslos verlaufen, sondern deinem Unternehmen langfristig großen Nutzen bringen.

Nutzt du bereits eine Software für die digitale Rechnungsfreigabe? Schreib uns in die Kommentare!

Du möchtest mehr Inspiration im Bereich Digitalisierung für Selbstständige und Geschäftsführer? Dann schau gerne in die passende Kategorie auf Digital Affin!

Anzeige

Ich möchte dich darauf hinweisen, dass dieser Beitrag Affiliate-Links oder andere Link-Kooperationen enthalten kann. Damit finanzieren wir unser Blog-Projekt. Kooperationen haben allerdings keinen Einfluss auf die sorgfältig redaktionell erarbeiteten Texte. Als Blogger schreiben wir über unsere Erfahrungen und die eigene Meinung.

Noch keine Kommentare vorhanden

Was denkst du?

Hi, hier blogge ich mit meinem Team. Mein Name ist Jan, Digital Native und fasziniert von Apps und Tools der Digitalisierung.

Mit unseren Beiträgen geben wir Inspiration, was sich sinnvoll digitalisieren lässt und erbringen damit unseren Beitrag zur Digitalisierung.

Dieser Blog wird betreut von meiner Digitalagentur Inboundly, mit der wir uns auf Blog Marketing spezialisiert haben.

Mehr zu mir findest du unter www.jansiebert.org

© 2025. Projekt von Inboundly | Blog-CMS von Chimpify | Impressum | Datenschutz
..